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Die Idee

Am 9. Oktober 1989 gingen in Leipzig 70.000 mutige Bürger_innen auf die Straße, um sich für eine friedliche demokratische Neuordnung auszusprechen. Mit dem Slogan „Wir sind das Volk!“ gaben sie ihrem Willen und Bedürfnissen gegenüber der totalitären DDR-Regierung Ausdruck. Seit der Wiedervereinigung im Herbst 1990 leben ost- und westdeutsche Bürger_innen wieder gemeinsam in einem friedlichen und demokratisch organisierten Staat. Die Proteste in vielen ostdeutschen Städten der Jahre zuvor legten den Grundstein für den Erfolg der Demokratiebewegung und den Demokratisierungsprozess in der DDR bis zum Zusammenbruch der Diktatur.

Die „Demokratie“ als Staatsform hat jedoch nicht unangefochten Bestand.  Die Zivilgesellschaft ist aufgerufen, Entscheidungen auf parlamentarischer Ebene kontinuierlich zu hinterfragen und zu diskutieren und gegen nicht nachvollziehbare oder noch anstehende Entscheidungen zu intervenieren – um so bewusst zum Erhalt einer lebendigen Demokratie beizutragen. Insbesondere die nachwachsende Generation, Jugendliche und junge Erwachsene, hat die Chance, ihren Meinungen Gehör zu verschaffen, Position zu beziehen und aktiv zu werden. Aber was sind überhaupt meine eigenen Interessen und Meinungen? Und wo kann ich mich informieren? Welche Formen der friedlichen Intervention gibt es, für was konkret möchte ich mich einsetzen und was könnten mögliche Konsequenzen sein?

Anlässlich des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution im Jahr 2009 veranstaltete die Stadt Leipzig unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Prof. Dr. Norbert Lammert die erste Internationale Demokratiekonferenz. Auf der Konferenz zogen Jugendliche und Expert_innen Bilanz des bisher Erreichten. Die Konferenz konzentrierte sich vor allem auf den Transformationsprozess und die Zukunftsperspektiven in Mittel- und Osteuropa. 2011 und 2013 folgten die 2. Internationale Demokratiekonferenz und 3. Internationale Demokratiekonferenz in Leipzig mit dem Leitthema „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“. 450 Teilnehmer_innen – aus der Region und ganz Europa, darunter auch Politiker_innen – diskutierten in welcher Form und in welchem Alter die politische und gesellschaftliche Partizipation von jungen Menschen am besten angeregt und unterstützt werden könnte.

Die 4. Internationale Demokratiekonferenz am 25. und 25. September 2015 greift das Leitthema „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“ erneut auf und lädt alle interessierten Jugendlichen wiederum nach Leipzig ein. Bereits realisierte Projekte – aus der Region und international – sollen inspirieren, es wird gemeinsam diskutiert, eigene Ideen können entwickelt werden. Dabei sollen zahlreiche Perspektiven – der Jugend, der Pädagogik, der Elternschaft, der Politik und der Wissenschaft – gleichberechtigt Berücksichtigung finden. Dabei sind die Politiker_innen gefragt. Sie werden im direkten Gespräch mit den Ideen, Meinungen und Forderungen der Jugendlichen – also euren Meinungen! – konfrontiert.

Auch 2015 sind ca. 400 junge Menschen aus der Region Leipzig und aus ganz Europa in das Haus Leipzig eingeladen. Die Stadt Leipzig, das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden, die Sächsische Landeszentrale sowie die Bundeszentrale für politische Bildung wirken als Kooperationspartner bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung der Konferenz zusammen. Zahlreiche weitere Kooperationspartner unterstützen die Konferenz.

Die thematischen Schwerpunkte der Konferenz orientieren sich an der Alltagswelt Jugendlicher – sie umfassen: Chancengleichheit und Gerechtigkeit; kulturellen Austausch, Akzeptanz, Toleranz und Verantwortung; die Ursachen extremer Einstellungen; Demokratisierung der Bildung; Zusammenhang von eigenem Handeln, ökologischen Folgen und Umweltpolitik; Auswirkungen der Krise in der EU auf das Zusammenleben und die Entwicklung der Demokratie in Europa und Möglichkeiten der Partizipation über Internet und soziale Netzwerke.

Im Konkreten wird es Workshops zu folgenden Themenbereichen geben geben:


Veranstalter in Zusammenarbeit mit



Förderer & Kooperationspartner